Rolf Wroblewski
 

Zukunft Gröpelingen

MODELLPROJEKT

#myhood: Zukunft Gröpelingen - Fotos sprechen lassen!

Partizipatives Stadtteilprojekt im Bremer Stadtteil Gröpelingen

Zielgruppe:
• Jugendliche und ältere Bewohner*innen (generationsübergreifend)

Ziele:
• Auseinandersetzung und Identifikation mit dem Stadtteil
• Identifikation von Wohlfühlorten und von Änderungsbedarfen
• Kompetenzerweiterung
• Die Teilnehmenden werden zu Entscheidungsträger*innen (Empowerment)
• Veränderung des unmittelbaren Wohnumfeldes

Räumlicher Bezug:
• Stadtteil

Methode:
• Photo-Voice-Methode


 
Ausgangslage
Um ein partizipatives Stadtteilprojekt durchzuführen, ist es wichtig, daß die verwendete Methode einfach und locker anwendbar sowie intuitiv erlernbar ist. Bei der hier verwendeten Photo-Voice Methode werden die Teilnehmenden aufgefordert zu einer spezifischen Fragestellung Fotos zu machen. Die Fotos dienen als Gesprächsanreiz für eine anschließende Diskussion. Bei der Methode werden Sprache und Fotos kombiniert. Fotos helfen, um einfach und locker ins Gespräch zu kommen. Die Teilnehmenden werden als aktiv Handelnde bei der Umsetzung und Auswertung einbezogen. Zudem findet in der Zeit, in der die Fotos gemacht werden, ein intensiverer Aus­ein­an­der­set­zungsprozess mit der Fragestellung statt.
Der Mo­dell­pro­jekt-Stadt­teil Grö­pe­lin­gen ist ein bun­ter und mul­ti­kul­tu­rel­ler Stadt­teil. Trotz der Viel­falt und der in wei­ten Tei­len großen ma­te­riel­len Ar­mut, funk­ti­oniert das Zu­sam­men­le­ben im Stadt­teil bis heu­te re­la­tiv rei­bungs­los. Dies ist nicht zu­letzt auf die Ar­beit vie­ler en­ga­gier­ter Men­schen zu­rück­zu­füh­ren. Da­mit das so bleibt und Grö­pe­lin­gen sich noch wei­ter ver­bes­sert, ist im „Prä­ven­ti­ons­rat West” die Ini­ti­ati­ve „Zu­kunft Grö­pe­lin­gen” ent­stan­den. Die Ini­ti­ati­ve lädt in ei­ner Ver­an­stal­tungs­rei­he ver­schie­dene po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­trä­ger in den Stadt­teil ein, um ihre An­lie­gen und For­der­un­gen vor­zu­brin­gen und ge­mein­sam zu dis­ku­tie­ren.
An dieser Stelle setzt auch das Modellprojekt „#myhood: Zukunft Gröpelingen - Fotos sprechen lassen!” an. Die Pro­jekt­er­geb­nisse sollen die politischen For­der­un­gen un­ter­stüt­zen und er­gän­zen.
Das Stadtteilprojekt wird finanziert durch das von der AOK Bremen/Bremerhaven geförderte Projekt „Gesunde Quartiere in Bremen und Bremerhaven” und wird in Kooperation mit dem Gesundheitstreffpunkt West (GTP) und der Lan­des­ver­ei­ni­gung für Ge­sund­heit und Aka­de­mie für So­zi­al­me­di­zin Niedersachsen e. V. durchgeführt.
 
Kurzbeschreibung
Die Teilnehmenden sollen mit ihren Kameras Motive in ihrem Stadtteil fotografieren, die sie mit Wohlbefinden oder auch mit Gefahr und Risiko assoziieren. Auch was sie gerne im Stadtteil verändern würden, kann fotografisch festgehalten werden. In vorbereitenden Workshops werden die Teilnehmenden über das Projekt informiert. Zudem werden sie mit Grundlagen der Fotografie und dem Gebrauch von Programmen zum Verändern von Fotos vertraut gemacht. Anschließend haben die Teil­neh­men­den Zeit, um al­lei­ne oder in der Grup­pe Fotos zu machen. Im Rah­men von Fo­kus­grup­pen werden die Teil­ne­men­den ein­ge­la­den dem Pro­jekt­team ihre Bil­der zu er­läu­tern, Orte im Stadt­teil zu re­flek­tie­ren und Ver­än­der­ungs­be­dar­fe zu äußern. Auf einer geplanten Ver­an­stal­tung zu Ver­än­der­ungs­be­darfen im Stadt­teil werden erste Er­geb­nisse zusammen mit einer Fotoausstellung vorgestellt und diskutiert.
 
Vorgehen
Bekanntmachungs- und Kooperationsphase: Zur Be­kannt­ma­chung des Vorhabens und zur Gewinnung von Einrichtungen im Stadtteil ist es wichtig Kooperationen in den Stadtteil aufzubauen und das Konzept vorzustellen. Die Teilnehmenden werden dann über die Einrichtungen im Stadtteil (Jugendhäuser, Schulen, Familien- und Seniorenzentren, Treffs etc.) angesprochen und über das Vorhaben informiert. Die Gruppengröße soll aus max. 20 Personen bestehen. Eine Fachkraft der teilnehmenden Einrichtung soll während des Projekts für die Teilnehmenden als Ansprechpartner*in zur Verfügung stehen.
 
Kooperationspartner*innen
• Gesundheitstreffpunkt West (GTP)
• vomhörensehen Eiko Theermann & Lars Kaempf GbR (Me­di­en­pä­da­go­gen)

Strategische Partner*innen
• Präventionsrat West
 
Sensibilisierungs- und Workshopphase
Die Teilnehmenden erhalten in dieser Projektphase zunächst nähere Informationen zum Projekt. Im Anschluss nehmen sie an einem ca. 2,5 stündigen einführenden Workshop über Bildgestaltung und technische Grundlagen beim Fotografieren teil. Dieser wird von einer Medienpädagogin durchgeführt. Begleitet wird der Workshop von der Projektkoordination und der Fachkraft vor Ort. Anhand einiger Arbeitsaufträge haben die Teilnehmenden hier zudem die Möglichkeit das Gelernte zu erproben. Darüber hinaus wird die konkrete Fragestellung, mit der die Teilnehmenden durch den Stadtteil ziehen sollten erläutert und gegebenenfalls diskutiert.
 
Photo-Voice-Phase
Nach dem Workshop haben die Teilnehmenden ungefähr zwei Wochen Zeit, um Fotos zu machen. Das soll in erster Linie in generationsübergreifenden Kleingruppen oder Tandems passieren. Die Gruppen bzw. Tandems können zudem durch eine Fachkraft aus der teilnehmenden Einrichtung begleitet werden. Die Fotos werden schließlich über die Fachkraft gesammelt, um von der Projektkoordination für die Nachbereitungsphase aufbereitet zu werden.
 
Nachbereitungsphase
Im Rahmen von Treffen mit den Teilnehmenden, der Fachkraft vor Ort und der Projektkoordination in einer der beteiligten Einrichtungen im Stadtteil werden die Fotos für die gesamte Gruppe nachbesprochen. Die Teilnehmenden kommentieren ihre Fotos und geben den Organisator*innen eine Rückmeldung. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Diskussionen gesammelt und aufbereitet. Es sollen konkrete Ideen und Vorschläge herausgearbeitet werden, wo Veränderungsbedarf besteht.
Die Ergebnisse sollen auf einer geplanten Veranstaltung zu Veränderungsbedarfen im Stadtteil zusammen mit einer Fotoausstellung vorgestellt und diskutiert werden. Eine Projektbroschüre fasst die Ergebnisse noch einmal anschaulich zusammen.
 
Kontakt
Tatjana Paeck
Landesvereinigung für Gesundheit
Bremen e.V.
Heeslinger Str. 10
28237 Bremen
Tel.: 0421 / 79 08 73 - 02
tatjana.paeck@gesundheit-nds.de
lvg-gesundheit-bremen.de
 
Hier zum Thema das Konzeptpapier zum download!
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