Rolf Wroblewski
 

Wissen

Wo stände die Mensch­heit heu­te ohne Neu­gier? Ei­ni­ge mei­nen, ohne Neu­gier und un­nüt­zes Wis­sen, wä­re es um die Welt bes­ser be­stellt, wäh­rend an­de­re der Mei­nung sind, dass jeg­li­ches Wis­sen er­langt und ver­wen­det wer­den soll, was mög­lich ist.

Wie in vie­len Si­tu­a­ti­o­nen kön­nen die­se ex­tre­men Stand­punk­te nicht im­mer rich­tig sein. Ich den­ke schon, dass es nicht ver­kehrt ist, seine Neu­gier­de zu be­frie­di­gen und mög­lichst viel Wis­sen zu er­lan­gen. Al­ler­dings be­darf es da­zu auch ei­ner so­zi­a­len Kon­trol­le, die ver­hin­dert, dass z.B. Atom­bom­ben kon­stru­iert und ge­baut wer­den. Oder all­ge­mei­ner: es be­darf ei­nes ho­hen ethi­schen Stand­punk­tes und/oder an­de­rer Rah­men­be­din­gun­gen, die ver­hin­dern, dass al­les Mach­bare tat­säch­lich um­ge­setzt wird.

Wissen ist also nicht prin­zi­pi­ell schlecht, im Ge­gen­teil, es kann sehr hilf­reich sein. Je­de/r For­scher­/in soll­te sich aber auch sei­ner/ih­rer Ver­ant­wor­tung be­wußt sein und ge­ge­be­nen­falls auch „Nein“ sagen! Ein gu­tes Bei­spiel da­für, was pas­siert, wenn  man  erst han­delt, ist J. Ro­bert Op-­
pen­hei­mer
, der „Va­ter der Atom­bom­be“. Wäh­rend Op­pen­hei­mer je­doch mo­ra­li­sche Be­den­ken be­kam und das Pro­jekt hin­ter­frag­te, sieht es bei Ed­ward Tel­ler, dem „Va­ter der Was­ser­stoff­bom­be“, ganz an­ders aus! Aber schau­en Sie sel­ber und fol­gen Sie den Links.

Es geht na­tür­lich auch an­ders: Wind­e­ner­gie, Was­ser­kraft, Ar­beits­bedin­gun­gen..., die Lis­te ist lang. Aber auch hier gilt z.B: nicht je­der mög­liche Stand­ort von „Wind­müh­len“ muss re­a­li­siert wer­den - wich­tig ist es, Stand­orte zu fin­den, die das mensch­li­che und tie­ri­sche Um­feld nicht be­ein­träch­ti­gen!
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